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:: Schützenfest 2005

Welcher Schütze kennt das nicht - man wartet die lange Zeit zwischen den Schützenfesten, und wenn's dann soweit ist, sind die Kirmestage und damit Spaß und Freude im Nu wieder vorbei. Grund genug, die Ereignisse in Kurzform einmal festzuhalten.

Gestartet wird traditionell in Otto's Garage mit dem Reibekuchenessen. Da sich mittlerweile herumgesprochen hat, daß beim JZ Wildsau in der Garage Donnerstags was los ist, können immer mehr Gäste begrüßt werden. Neben den Nachbarn und den Freunden aus Schelsen, die wieder gesichtet wurden, besuchten uns auch die Jägerzuge Jägermeister und Freischütz. Da also soviel Andrang herrschte, war das im Vorfeld großzügig georderte Bier bereits nach kurzer Zeit vertilgt. Kurzer Hand wurde von unserem Freund Georg die Gaststätte Stappen aufgesucht, um hier 50 Liter Pils zu besorgen. Allerdings reichte auch das nicht, sodaß zum guten Schluß noch Flaschenbier besorgt wurde. Wenn man bedenkt, daß dazu an diesem Abend noch 10 Ltr. Schnappes verbraucht wurden, kann man alleine schon vom Durst her - neben reichlich Spaß, den man hatte - von einer gelungenen Eröffnung unserer Kirmes sprechen. An dieser Stelle wie immer ein Danke schön an Otto und Maria für die Gastfreundschaft und die damit verbundene Mühe.

Freitag steht wie immer zuallererst für Fähnchen aufhängen. Zuerst sah es so aus, als müsse man das Aufhängen auf den Samstag Vormittag verschieben, da die Wetterverhältnisse wegen Regen nicht gut waren. Es hörte dann aber doch auf, sodaß die notwendige Arbeit in Angriff genommen werden konnte. Ein Novum ergab sich während des Aufhängens der Fähnchen, indem uns bei einem Anlieger, an dessen Haus ein Fähnchen befestigt wird, eine Tasse Kaffee angeboten wurde. Einige Mitglieder nahmen das Angebot dann an. Ob es zu einer ständigen Einrichtung werden wird, bleibt abzuwarten. Eine andere Begebenheit ergab sich auf dem Parkplatz der Gaststätte Stappen. Eine Besucherin des Lokals hatte Ihr Auto dort abgestellt und ging ins Restaurant. Gerade im Lokal verschwunden, begann die Karre aufgrund der nicht angezogenen Handbremse nach Rückwärts Richtung Zaun zu rollen. Wagemutig stellten sich ein paar Zugmitglieder dem PKW in den Weg und konnten so die Kollision mit dem Zaun verhindern. Die Besucherin wurde benachrichtigt und dankte dem Jägerzug Wildsau für die Hilfe mit einer Runde Bier. Die restliche Arbeit war dann schnell getan und man suchte das Wachlokal Stappen auf. In den nächsten Stunden konnten einige Runden erfrischenden Bieres genossen werden. Für die musikalische Untermahlung sorgte Jochen Klenner, der an unseren Tisch kam und einiges an Liedgut per Unterstützung seiner Gitarre aus der mitgebrachten Mundorgel darbot. Zum Abschluß des Abends stand noch ein Besuch des Königs Mathias Esser auf dem Programm.

Am Samstag trafen wir uns dann pünktlich um 11:00 Uhr beim Spieß Friedhelm Erkes, um hier den ersten Maibaum aufzustellen. Nach ein paar mittlerweile notwendig gewordenen Flaschen Bier ging es weiter zum Flügeloffizier Peter Schnock, wo ebenfalls unter Zusichnahme einer Flasche Bier ein Maibaum gesetzt wurde. Auf direktem Wege begab man sich dann zum Hauptmann Hubert Erkes, der gleichzeitig Zugkönig war und somit zum Mittagessen eingeladen hatte. Auf halbem Wege dorthin trafen wir noch den Jägerzug Freischütz, der uns auf eine Flasche Bier einlud, was natürlich sehr gerne angenommen wurde. Bei Hubert gab's dann noch ein von Claudia lecker gekochtes Mittagessen und anschließend wieder Bier. Wir verbrachten hier noch einige Zeit und machten uns dann auf den Heimweg, um uns für den abendlichen Umzug vorzubereiten.
Um 17:45 Uhr wurde sich zum Antreten in der Gaststätte Stappen getroffen. Pünktlich um 18:00 Uhr setzte sich dann das Regiment in Bewegung, um beim König dem Errichten des Königsmaies beizuwohnen. Erwähnenswert ist, daß wir in diesem Jahr die Aufgabe hatten, die Bruderschaftsfahne während der Kirmestage zu tragen. Vom König wurde das Regiment dann mit kühlen Getränken bewirtet, wie es traditionell so üblich ist. So gestärkt marschierten die Züge zum Festzelt, wo dann der erste Tanzabend veranstaltet wurde. Wie wir hörten, war die Veranstaltung sehr gut besucht (auf jeden Fall mehr Gäste als im Vorjahr). Auch unser Jägerzug feierte ausgiebig und mit viel Spaß.

Da wir wie bereits erwähnt in diesem Jahr die Fahne zu tragen hatten, stand am Sonntag Vormittag der Besuch der Festmesse auf dem Programm, welche in Form eines Feldgottesdienstes an der Turnhalle zu Liedberg stattfand. Nach der Messe erfolgte der Besuch des alten Friedhofes. Danach begab sich das Regiment in Richtung Stappen, wo dann der obligatorische Frühschoppen stattfand. Wie in jedem Jahr wurde hier, nachdem einige Biere zur Beruhigung des Organismus bzw. zur Behebung einiger körperlicher Gebrechen wie Augenstillstand oder Schüttelfrost getrunken waren, sehr viel gelacht. Wie immer vergaßen einige die Zeit, sodaß es mit dem nachmittaglichem Antreten zeitmäßig sehr eng wurde.
Dennoch waren um 14:45 Uhr wieder alle mit ordentlicher Uniform beim Antreten. Der folgende Umzug führte durch Steinhausen zum König, um Majestäten und Minister mit Ihren Damen abzuholen. Die Schützen setzten sich danach in Richtung Mühle in Bewegung, wo dann die Regimentsabnahme erfolgte. Nach der Abnahme marschierte man nach Liedberg. Hier paradierten die Schützen auf dem historischen Marktplatz vor den Würdenträgern. Gut besucht war die Parade (so schien es uns jedenfalls) und wir konnten - mit der Fahne übrigens - die Aufgabe in gewohnter Weise routiniert erledigen. Nach dem anschließenden Zapfenstreich marschierten die Schützen zurück zum Festzelt. Ein neuerlicher Festabend stand bevor. Mit Musik, Tanz und guter Laune ging hier nach einigen Stunden ein weiterer Kirmestag zu Ende.

Nach der Messe am Montag Vormittag begab man sich widerum zum Festzelt, um den Klompenball zu besuchen. Unsere Frauen waren samt Kaffee, Brötchen usw. bereits vor Ort, sodaß wir uns kurzerhand dem Frühstück widmen konnten. Da wir w. des Besuches der Messe schon rel. früh auf den Beinen war, kam dies natürlich gerade recht. Zu erwähnen ist, daß uns Hr. Dechant Pohlig besuchte und mit uns frühstückte. Für uns natürlich eine besondere Ehre. Zeitweise gesellten sich noch der Ehrenbrudermeister Heinz Schriedels und der 2. Brudermeister Heribert Blankenstein zu uns. Nach dem Frühstück konnten dann frisch gestärkt die ersten Biere in Angriff genommen werden. Dabei konnten wir den ersten offiziellen Teil des Klompenballes, nämlich die Prämierung der Klompen der Kinder beobachten. Es ist schon toll mit anzusehen, wie die Kleinen mit großen Augen und teilweise mit Schnuller im Mund Ihre Runde in Ihren Klompen drehen. Dem Brudermeister muß man Recht geben - man wußte gar nicht, daß es so kleine Klompen überhaupt gibt. Auf jeden Fall ein schönes und tolles Bild. Nach den Kindern kamen dann die "Großen" an die Reihe. Wie in den letzten Jahren hatten sich unsere Frauen beim Erstellen der Klompen viel Mühe gegeben und schöne Holzschuhe zum Thema Oktoberfest gebastelt. Für uns viel dabei bei der Prämierung der 4. Platz ab. Der Gewinn waren 10 Haxen. Es ist auffälig daß wir, egal welchen Platz wir belegen, immer Haxen gewinnen. Uns gefällt's auf jeden Fall, können wir doch damit wieder eine schöne Party feiern. Nach der Prämierung wurde noch ausgiebig gefeiert (weswegen wir schließlich auch im Festzelt waren). So ausgiebig, daß zum Schluß wieder Zeitprobleme entstanden, was das Beenden des Klompenballes und damit einher gehend das Antreten am Nachmittag betrifft. Einige Mitglieder des Jägerzuges Wildsau wurden erst beim Antreten auf ihrem Heimweg gesichtet. Dennoch - und das zeichnet den routinierten Schützen aus - waren beim Abmarsch alle komplett und pünktlich erschienen.
Der Umzug führte uns zuerst nach Drölsholz, wo die erste Parade des Nachmittages absolviert wurde. Es ist schon erstaunlich, daß das gesamte Regiment in solch korrekter Form nach dem ausgiebigen Klompenball auftritt. Der JZ Wildsau macht da keine Ausnahme. Danach marschierten die Schützen Richtung Steinhausen, um hier zum letzten Male in diesem Jahr vor den Majestäten und Ministerpaaren zu paradieren. An dieser Stelle muß mal erwähnt werden, das ein neuer Zug in diesem Jahr mit von der Partie war. Die Jungs des Jägerzuges Jägermeister haben alle Umzüge und Paraden ganz hervorragend gemeistert. Vielleicht lag's ja tatsächlich an den nächtlichen Marschierübungen vor Otto's Garage. Jungs - es hat Spaß gemacht, euch zuzuschauen.
Der Montagabend wurde dann natürlich von uns wieder genutzt, um bei Tanz und Gesang im Festzelt Spaß und gute Laune zu haben.

Am Dienstag Vormittag treffen sich die Schützen dann in gewohnter Weise bei einem Zugkollegen, da kein offizieller Termin ansteht. Wir wurden in diesem Jahr von unserem Flügeloffizier Peter Schnock eingeladen. Der Vormittag ist immer eine sehr gemütliche Angelegenheit, bei der man sich in der Runde in aller Ruhe unterhalten und dennoch Spaß haben kann. Einige Biere wurden getrunken und es gab auch noch eine von Karla lecker zubereitete Suppe. Gut gestärkt und ausgeruht trafen wir uns dann wie alle anderen Schützen um 16:15 Uhr bei Stappen zum neuerlichen Antreten. Zum ersten Male in diesem Jahr regnete es beim Abmarsch, was zur Folge hatte, daß die Schützen den Umzug erheblich verkürzten. Es wurde lediglich von Stappen aus zum König gezogen (der quasi um die Ecke wohnt) und von da aus wieder nach Stappen zum Vogelschuß. Nachdem im vergangenen Jahr 11 Bewerber um die Königswürde schossen, meldeten sich in diesem Jahr 7 Bewerber. Unserer Meinung nach ist die Anzahl der Meldungen schon sehr bemerkenswert. Daniel Langen vom Jägerzug Freischütz konnte die Königswürde erlangen. Somit steht im kommenden Jahr wieder ein junger König und ein junger Königszug an der Spitze des Regimentes. Sicherlich ein Zeichen dafür, daß in Liedberg, Steinhausen und Drölzholz auch bei der Jugend das Wort Tradition und Brauchtum einen hohen Stellenwert hat. Wir wünschen Daniel und seinen Freunden schon jetzt eine schöne Regentschaft. Wer seine Minister sein werden, konnten wir aufgrund der folgenden Schilderungen des Dienstag Abends noch nicht ermitteln. Diese Info wird aber sicherlich auf den Seiten der Bruderschaft demnächst nach gereicht.
Kommen wir also zum Dienstag Abend. Wir denken uns seit einigen Jahren einen Spaß für die Allgemeinheit aus. (s. auch Berichte 2002 - 2004, Im Laufe der Kirmestage wurden wir mehrfach angesprochen, was der Jägerzug Wildsau sich denn in diesem Jahr ausgedacht hatte). In diesem Jahr wurde ein Spiegeleierbraten vorbereitet. Nachdem die Stromversorgung durch unsere Freunde Friedhelm und Georg geregelt war, wurden mehrere hundert Eier gebraten und an die im Zelt anwesenden Gäste verteilt. Diesen Run auf die Spiegeleier hatten wir in der Form gar nicht erwartet und unsere Köche Friedhelm, Hubert und Georg hatten alle Hände voll zu tun. Aber natürlich freut es uns, wenn solche "Späße" gut angenommen werden und alle Ihre Freude damit haben.
Im übrigen wurden noch eigens hergestellt Wildsau-Tatoos an die Schützen verteilt. Auch das hatte zur Folge, daß ein regelrechter Run auf unseren Tisch, insbesondere durch die jungen Schützen, einsetzte.
Das alles förderte natürlich auch bei uns das allgemeine Wohlbefinden, was wiederum eine Menge Spaß bei uns auslöste. Somit war das auch in diesem Jahr wieder unser Abend.

Zum Schluß möchten wir uns noch beim König bedanken. Als Fahnenzug begleiteten wir die Majestäten und Minister mit Ihren Damen vom Zelt aus nach Hause und später wieder zurück ins Zelt. In der Zwischenzeit wurden wir beim König sehr schön mit einem Imbiss und Bier versorgt. Hierfür also unseren herzlichsten Dank.

Ja - das war's also für 2005. In so ca. 360 Tagen werden wir wieder parat stehen, um die Kirmes 2006 zu feiern. Deutschland wird dann wahrscheinlich schon Weltmeister sein, die Borussia aus MG wird wahrscheinlich knapp an der Champions League vorbeigeschrammt sein und der Preis für Bier im Zelt und für die Curry Wurst auf dem Platz wird wahrscheinlich stabil geblieben sein.

Was aber nicht wahrscheinlich ist, ist die Tatsache, daß der Spaß an der Freud und am Kirmesfeiern in 2006 geringer ist, als in diesem Jahr.

Wir freuen uns schon jetzt drauf, wünschen allen bis dahin beste Gesundheit und man sieht sich - auf dem Schützenfest 2006.

 

 

 

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Und somit grüßt euch herzlichst
euer Jägerzug Wildsau